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Was sind LBMA zertifizierte Hersteller von Goldbarren?


LBMA zertifizierte Goldbarren - hierbei müssen die Hersteller eine gewisse Norm und Qualifizierungsmerkmale erfüllen.

Der „London Bullion Market“ ist heute der wichtigste Platz für den Handel mit Gold. Goldbarren-Hersteller, die dort verkaufen möchten, müssen ihre Produkte der LBMA-Prüfung unterziehen lassen. Diese Abkürzung steht für „London Bullion Market Association“.

Was sind LBMA-zertifizierte Hersteller von Goldbarren?
Dieses Qualitätslabel bzw. Gütesiegel stellt sicher, dass bei der Herstellung der Barren bestimmte Standards eingehalten werden, sodass sie sich weltweit handeln lassen.
Folgende Qualifizierungsmerkmale muss der Hersteller für die LBMA-Zertifizierung erfüllen:

  • Das Unternehmen muss seit mindestens 5 Jahren existieren.
  • Das Unternehmen muss einen Wert von mindestens 15 Mio. Britischen Pfund haben (materieller Nettovermögenswert).
  • Das Unternehmen muss seit mindestens 3 Jahren Goldbarren produzieren.
  • Das Produktionsvolumen muss bei jährlich mindestens 10 Tonnen liegen.

Was sind LBMA-zertifizierte Hersteller von Goldbarren und was bedeutet dieses Gütesiegel?
Der sogenannte „Good Delivery Standard“ gilt als eine Art international akzeptiertes Gütesiegel. Nur Goldbarren mit diesem Siegel werden am London Bullion Market gehandelt. Auch hierfür gelten strenge Richtlinien bzw. Spezifikationen:

  • Der Feinheitsgrad muss mindestens 999,5 betragen. Der Barren muss also mindestens zu 99,95 % aus reinem Gold bestehen. Mit dem „Feingewicht“ wird der reine Goldanteil angegeben.
  • Das Gewicht des Barrens muss mindestens 350 und darf maximal 430 Feinunzen betragen. Umgerechnet ergibt sich so eine Spanne von 11,25 bis 13,83 kg. Eine besonders gängige Gewichtseinheit bei LBMA-Good-Delivery-Goldbarren ist der 400-Unzen-Barren.

Als solcher zu identifizieren ist der Barren anhand der Markierung, die die Seriennummer, den Stempel des Herstellers, das Herstellungsjahr und den Feinheitsgrad in Form von 4 Ziffern beinhaltet. Schon ein einziger Good-Delivery-Goldbarren stellt einen beachtlichen Vermögenswert dar. Zum Beispiel war ein 400-Unzen-Barren Mitte Juni 2014 rund 386.000 Euro wert. Daher treten vor allem große Marktteilnehmer wie Banken, Fonds oder Staaten als Händler auf. LBMA-zertifizierte Hersteller produzieren zum Teil auch kleinere Goldbarren unterhalb der 350-Unzen-Grenze, allerdings dürfen diese nicht mehr als Good-Delivery-Barren bezeichnet werden, selbst wenn sie die sonstigen Qualitätsmerkmale erfüllen.