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Der Schliffgrad (Cut) eines Diamanten entscheidet über seine Brillanz


Diamant Schliffgrade (Cut) Der Schliffgrad (Cut) eines Diamanten entscheidet über seine Brillanz. Je höher die Qualität des Schliffs ist, desto strahlender und glänzender wird er funkeln und sich umso beeindruckender präsentieren.

Der Schliffgrad (Cut)
Aus den 4 Cs (Carat, Colour, Clarity, Cut) ist der Schliffgrad das wichtigste Beurteilungskriterium eines Brillanten. Der Cut bildet den größten Faktor auf das wahrnehmbare Strahlen des Brillanten und ist für das Glitzern des Brillanten verantwortlich. Brillanten mit einem perfekten Schliff bringen das besondere Feuer eines Diamanten wunderschön zur Geltung.
Der Schliffgrad ist ein Faktor zur Bestimmung der Lichtbrechung eines Brillanten. Die Lichtbrechung wird beim Betrachten des Steins als das für den Diamanten typische Funkeln wahrgenommen. Bei perfekten Schliffproportionen wird das von oben über die Tafel einfallende Licht von den einzelnen Facetten des Diamanten reflektiert und wieder parallel nach oben geführt. Ist der Schliff zu flach, wird das Licht nach unten abgeführt, ist er zu steil entweicht das Licht seitlich.
Ein perfekter Schliffgrad ist vor allem von den Proportionen eines Diamanten abhängig, d.h. seinem Verhältnis von Höhe zu Breite, Tafelgröße zu Krone, Krone zu Pavillon, Anzahl und Winkel der Facetten, Anordnung und Verteilung der Facetten sowie von weiteren speziellen Einflussfaktoren (vgl. hierzu die untenstehende Grafik), Diese Aufzählung verdeutlicht, wie schwierig es für einen Schleifer ist, die perfekte Kombination aller Kriterien zu erreichen – und warum nur ein sehr geringer Anteil aller Diamanten über den perfekten Schliffgrad verfügen.

Wir empfehlen daher sehr, bei der Suche nach ihrem Diamanten beim Kriterium Schliffgrad den – entsprechend Ihrem Budget – höchstmöglichen Schliffgrad zu wählen. Je niedriger die Qualität des Schliffs ist, desto geringer fällt Brillanz des Diamanten aus und umso weniger “funkelt” er. Kurz: Der Stein verliert an “Feuer”.
Die hier aufgeführten Beispiele und Beschreibungen beziehen sich vorrangig auf den Brillantschliff (runder Schliff). Bei anderen Formen können bestimmte Regeln etwas anders ausfallen, da hier Kriterien wie etwa der Erhalt der Größe und der Karatzahl bei der Festlegung der Schliffart und der Proportionen eine Rolle spielt. Mit der Qualität des Schliffs und der Zuordnung der Facetten zueinander kann man die gewünschten Wege des Lichts und die jeweilige Lichtbrechung bei jeder Reflexion erreichen. Inzwischen lassen sich über die moderne Computeranimation die Lichtwege zeigen und darstellen, wie kompliziert der Lichtverlauf in einem Brillanten in Wirklichkeit ist.
Je besser der Schliffgrad ist, desto optimaler leuchtet das Glitzern des Billanten und umso grösser ist seine Brillanz und auch dessen Marktwert. Der perfekte Brillant verfügt über einen Ideal-Schliffgrad (Excellent Cut), ist aber auf Grund seiner Seltenheit entsprechend teurer am Markt. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Steine mit Schliffgraden Sehr Gut (Very Good Cut) und Gut (Good Cut). Sie verfügen weiterhin über ein hohes Maß an Brillanz, sind aber spürbar günstiger.

Schliffgrade

Ideal (Excellent Cut) 
Den perfekten Schliffgrad “Ideal” erreichen nur sehr wenige Diamanten: Lediglich knapp 3% aller geschliffenen Diamanten werden mit diesem Schliffgrad ausgezeichnet. Das einfallende Licht wird fast perfekt in dem oben beschriebenen Sinne reflektiert, wodurch eine maximal mögliche Brillanz gegeben ist und somit das unverwechselbare, einzigartige Funkeln eines Diamanten entsteht. Diamanten dieser Qualität sind etwas ganz besonderes und sehr selten.

Sehr gut (Very Good Cut) 
Schliffgrade der Kategorie “Sehr Gut” bieten gegenüber dem “Ideal-Cut” eine geringfügig geringere Brillanz und Lichtreflektion. Doch bereits dieser kleine Unterschied führt zu einer deutlich höheren Anzahl verfügbarer Diamanten und somit zu vergleichsweise günstigeren Preisen.

Gut (Good Cut) 
Diamanten mit diesem Qualitätsmerkmal reflektieren immer noch den überwiegenden Teil des einfallenden Lichts. Die Proportionen des Steins sind jedoch etwas weniger perfekt als bei den beiden höheren Kategorien, sodass die Kosten für einen solchen Diamanten bei gleicher Größe spürbar niedriger sind.

Fair (Medium Cut) 
Der Schliff von ca. 35% aller Diamanten wird mit “Fair” bewertet. Die Qualität dieser Steine ist immer noch gut, die Brillanz dieser Steine ist allerdings sichtbar geringer als bei den höheren Qualitätsstufen.

Gering (Poor Cut) 
Diamanten mit diesem Schliffgrad werden bei uns nicht angeboten. Die Proportionen solcher Steine weichen sehr stark von den Idealmaßen ab, so dass fast das ganze über die Tafel (Table) eintretende Licht seitlich und am Boden abgeführt wird. Die Brillanz dieser Diamanten ist dadurch erheblich gemindert, sie verfügen nicht über das diamanttypische Feuer.