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Goldmünzen - Sovereign


Der Sovereign ist wohl eine der ältesten und bekanntesten Goldmünzen in Europa. Der Sovereign ist beliebt, wegen den kleinen Goldeinheit und dem niedrigen Aufschlag - somit ist der Sovereign ideal für Investoren!

 

Beim Sovereign handelt es sich um das Nominal einer englischen Goldmünze, die Heinrich VII. erstmals 1489 prägen ließ. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Sovereign zuerst vom Laurel, später von der Unite und der Guinee verdrängt. Die Prägung dieser Sovereign Goldmünze con der British Royal Mint im Nennwert von einem Pfund Sterling zu 20 Schilling wurde 1817 wieder aufgenommen. Sovereigns haben seitdem ein Raugewicht von 7,98805 g und einen Feingehalt von 22 Karat (916⅔/1000). Die Ära der Sovereigns als Zahlungsmittel endete zunächst in Großbritannien während des Ersten Weltkrieges 1917 und in Südafrika mit der Abschaffung der Golddeckung 1932. Prägeorte waren neben London vor allem Städte in Ländern des Commonwealth mit eigenen Goldvorkommen: Ottawa, Sydney, Melbourne, Perth, Bombay und Pretoria. Ab 1957 wurde die Prägung als Anlagemünze wieder aufgenommen. Als solche ist der Sovereign auch außerhalb Großbritanniens beliebt.

 

Die Rückseite zeigt seit 1817 – mit einigen Unterbrechungen – St. Georg im Kampf mit dem Drachen, nach einem Entwurf von Benedetto Pistrucci. Im Zeitraum von 1830–1871 wurde auf der Rückseite ausschließlich das Wappen des vereinigten Königreiches abgebildet. Der Designer hiervon war William Wyon. Zwischen 1871 und 1887 wurden Wappen und St. Georg-Motiv parallel geprägt. Nach Eröffnung der britischen Münzprägestätte in Sydney 1853 wurde dort bis 1870 eine dritte, unterschiedliche Münzrückseite geprägt. Sehr interessant an diesen Münzen ist die Legierung, die nicht wie bei den übrigen Sovereigns aus einer Gold-/Kupfer-Legierung besteht, sondern in einer Gold-/Silber-Legierung erfolgte. Aus diesem Grunde wurden diese Münzen aufgrund des höheren Rohstoffwertes sehr oft eingeschmolzen. Eine weitere Ausnahme besteht darin, dass auf der Rückseite der Nennwert „ONE SOVEREIGN“, die Prägestätte „SYDNEY MINT“ und auch das Land Australien (welches ja erst ein halbes Jahrhundert später überhaupt existent wurde) trug.

 

Der Sovereign besteht aus 22 Karat Gold und wurde erstmals 1816 unter Königin Victoria in London geprägt. Das meist verwendete Motiv ist der heilige Georg zu Pferd im Kampf gegen den Drachen. Zeitweise wurde auch nur das köngliche Wappen verwendet. Auf der anderen Seite ist stets das Portrait des jeweiligen Throninhabers abgebildet. Das Bildnis wird dem Original alle paar Jahre angepasst. Bedingt durch die zahlreichen Kolonien Englands verbreitete sich der Sovereign weltweit und galt lange Zeit als die Geld- und Anlagemünze schlechthin. Ein paar Jahre später wurde der Sovereign auch in Bombay (I), in Ottawa (C), in Melbourne (M), in Perth (P), Pretoria (SA) und in Sydney (S) geprägt. Zu erkennen, wenn auch sehr schlecht, ist dies am jeweiligen Buchstaben, der unter den Hinterläufen des Pferdes des heiligen Georgs aufgeprägt ist. Den historischen Sovereign gab es nur in zwei Größen und Abmaßen. Die Auflagen lagen während der Zeit des Goldstandards im Millionen-Bereich, danach gingen sie tendenziell zurück. Sovereigns wurden nicht in jedem Jahr geprägt, teilweise gab es Aussetzer von 10 und mehr Jahren. Selbst heute werden noch Sovereigns geprägt, jedoch liegt die Auflagenzahl im 4- oder unteren 5-stelligen Bereich.

 

Bis zum Ersten Weltkrieg waren die Sovereign-Münzen ganz normale Umlaufmünzen. Sie waren die Kurantmünzen der britischen Goldstandardwährung. Im Verlaufe des Ersten Weltkriegs verschwanden diese Münzen aus dem Geldumlauf, und an ihre Stelle trat Papiergeld, de facto wurden sie zu Anlagemünzen. Die Sovereigns wurden nun mit Aufgeld zum Papierpfund und den silbernen und bronzenen Scheidemünzen gehandelt. Als der Goldwert der Sovereigns merklich über den Papierpfundkurs anstieg, wurden viele davon eingeschmolzen. Deshalb kann der Sammlerwert der meistgeprägten Goldmünze der Welt (über 1,5 Milliarden Sovereigns wurden bisher geprägt) bei Münzen aus Prägejahren und Prägestätten mit sehr hohen Auflagen jetzt höher sein, als bei solchen aus niedrigeren Prägejahrgängen. So wurden auch zum Beispiel die im Jahr 1917 letztmals noch als Umlaufmünze vorgesehenen in London geprägten Goldsovereigns zur Bezahlung von Rüstungsgütern an die USA gezahlt. Diese lagerten bis zu ihrer Einschmelzung zu Goldbarren im Jahre 1934 in Fort Knox. Münzen aus dieser Prägung, welche vereinzelt doch in Umlauf kamen, haben deshalb einen sehr hohen Sammlerwert; hier existieren allerdings sehr viele Fälschungen. Zum Beispiel wurde von den 1917 in den Kolonien geprägten Münzen das Münzzeichen entfernt. Dieses Münzzeichen wurde nur an den in den Kolonien geprägten Münzen angebracht, nicht an den Londoner Münzen. 

 

Seit 1817 werden Sovereigns nach den Maßgaben des Münzgesetzes von 1816 geprägt:
Raugewicht: 7,988052 g
Dicke: 1,52 mm
Durchmesser: 22,05 mm
Feingehalt: 22 Karat = 916/1000 (± 2/1000)
Gold-Feingewicht: 7,322381 g